Wer ist Harald Edgar Puempel?
Manche nennen ihn einen Schriftsteller, andere einen interdisziplinären Alchemisten. Doch wer Harald Edgar Puempel wirklich verstehen will, muss den Blick hinter den Gitter-Spiegel wagen. Dort, wo transparent gestreifte Clowns sich die Hörner bürsten und rosa Plüsch-Spekulanten gefährlich nah an der Regalkante leben, ist sein Zuhause. Harald ist der Chronist jener Zwischenwelten, in denen das mechanische Klicken eines Gaspedals dieselbe philosophische Tiefe besitzt wie ein theologisches Quanten-Rätsel.
Zwischen Dachkammer und digitalem Äther
Haralds Existenz ist ein bewusstes Paradoxon. In seinem Wesenskern bleibt er der „Arme Poet“: Ein Geist, der in einer zeitlosen Dachkammer über Versen brütet, während draußen der Regen gegen die Scheiben peitscht. Der Hunger nach dem perfekten Wort lässt ihn die Kälte vergessen. Doch diese vermeintliche Isolation ist eine Täuschung. Von seinem Bett aus verdrahtet er die Wirklichkeit neu, bricht die algorithmischen Zwangsjacken der Moderne auf und ersetzt sie durch ein modisch unbekleidetes Nerven-Kostüm, das strikt ohne Kartoffelrosetten auskommt.
Die Kunst des „Dazwischen“
Während er als Schriftsteller und Künstler die Grenzen von Dada und Fluxus auslotet, fungiert er auch als Brückenbauer zwischen den Welten. Er ist der Mann, der die Fragen stellt, die sich sonst niemand traut – wie im denkwürdigen Interview mit Che Guitare und Fahco Labuel. Doch Vorsicht vor Verwechslungen: Auch wenn er sich im Dunstkreis von Sanaphantastron bewegt, ist sein Instrument nicht die Gitarre, sondern die präzise Sezierung des Chaos durch das geschriebene Wort.
Warum Harald?
Weil er die Einheitszeit einführen möchte, bevor das Universum unsere multiplen Persönlichkeitsstörungen kuriert. Weil er die Punkte verbindet, die sich im Alltag schüchtern aus dem Weg gehen. Und weil er fest daran glaubt, dass ein Lebenswerk erst dann vollendet ist, wenn die Fisch-Brause endlich wieder gerecht verteilt wird.
Harald Edgar Puempel: Er schreibt nicht nur Texte. Er fegt die Scherben der Realität auf, damit wir an Weihnachten etwas zum Staunen haben.
© () - H. E. Puempel | Impressum